Call For Papers: Verbrechen

Charles Manson, Ursula Haverbeck, Uli Hoeneß – Verbrecher ist, wer geltendes Gesetz missachtet: Die Redaktion der metamorphosen ist voller Verbrecher. Der Bundestag ist voller Verbrecher. Die Ringbahn ist voller Verbrecher. Verbrecher werden bestraft, geächtet, ausgeschlossen – manchmal zumindest. Denn: Wie unsere Vorstellung vom Verbrecher nur scheinbar klar ist, ist auch das Verbrechen selbst eher ungreifbar. Juristisch ist zwar eindeutig benannt, was Straftat ist und was Ordnungswidrigkeit – oder welches Vergehen überhaupt vor Gericht landet. Verbrechen aber meint mehr als das. Es stellt die gesellschaftlichen Grundsätze in Frage: Macht und Moral, Ordnung und Sittlichkeit.

Die »wirklichen« Verbrechen kennen wir aus der Kriminalfiktion und den Titelseiten der Yellow Press. Was aber ist mit den »unwirklichen«? Denen, die zu groß oder zu klein sind, um über sie zu berichten, oder jenen, die von den Richtigen begangen wurden? Welches Verbrechen ist es wert, zum Gegenstand literarischer, journalistischer, juristischer oder wissenschaftlicher Texte zu werden? Welches Vergehen wird erinnert, welches vergessen? All das sind Fragen, die wir in der neuen Ausgabe beantworten wollen. Sind wir am Ende des Tages alle Verbrecher – oder keiner? Und wer schreibt das eigentlich alles auf?

Schickt eure Essays, Lyrik, Prosa, Stücke, Artikel oder Rezensionsvorschläge (10 Seiten max.) zum Thema Verbrechen bis 1. August 2018 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

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