Kultur zu Hause

Die Pressemeldung Ende März war so schlicht wie kurz. Auch im Ausnahmezustand dürfe das sozial-kulturelle Leben nicht stillstehen, schrieb das Haus für Poesie auf seiner Website. Aufgrund der weltweiten Coronakrise habe man sich daher entschlossen, das 21. poesiefestival berlin online stattfinden zu lassen.

Seit der Meldung sind inzwischen gut zwei Monate vergangen. Man kann nur vermuten, wie viel Arbeit hinter den Veranstalter*innen liegt, wie viel Kreativität von ihnen und den Teilnehmer*innen gefragt war, um ein analoges Literaturfestival im virtuellen Raum stattfinden lassen zu können. Dass sich all die Arbeit gelohnt haben könnte, zeigt der Blick auf das Festivalprogramm. Rund 150 Autor*innen aus 29 Ländern werden vom 5. bis zum 11. Juni in über 100 Online-Events zoomen, hangouten, auftreten, lesen und diskutieren. Unter ihnen auch zahlreiche Künstler*innen aus Kanada, dem diesjährigen Gastland des Festivals. Bereits aufgezeichnete Formate wie die Berliner Rede zur Poesie von Anne Carson werden auf der Festivalseite abrufbar sein, Liveschalten zu den angegebenen Uhrzeiten online gehen.

Mit dabei sind auch dieses Jahr wieder altbewährte Formate. So wird die schöne Reihe der Poet’s Corner wieder einmal den Auftakt des Festivals bilden, wobei man sich dieses Mal eben nicht in den Bibliotheken, Bars und Literaturorten der Berliner Kieze treffen wird, um den dort lebenden Lyriker*innen zuzuhören, sondern von diesen per Home-Video mit Texten und Einblicken in ihre ganz persönliche Homestorys beliefert wird. Weiter geht es unter anderem mit dem VERSschmuggel, der in diesem Jahr kanadische und deutsche Lyriker*innen zusammenbringt und dessen virtuelle Version mit Splitscreens und Zoom-Ping-Pong mit Spannung erwartet werden darf. Auch das Format Weltklang – Nacht der Poesie, das integraler Bestandteil des poesiefestivals ist, und in dessen Rahmen neun Dichter*innen aus neun Ländern lesen werden, bleibt erhalten. Selbst der eigentlich am Festivalsonntag angedachte Lyrikmarkt wird digital zu besuchen sein, denn Lyrikverlage sowie Magazine stellen ihr Programm nun als Blogbeitrag oder Videobotschaft vor.

Das Podium zur Digitalen Poesie hingegen sollte die Verlagerung in den virtuellen Raum ohnehin kaum vor Probleme stellen. Moderiert von dem Autor und Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr werden hier Werke vorgestellt, die »digital-born« sind und denen die ausschließlich digitale Festivalform entgegenkommen dürfte.

Es ist erstaunlich, wie facettenreich sich das in so kurzer Zeit angepasste Programm des Festivals präsentiert: Kurzfilme, Podiumsdiskussionen, Poetry Yoga, Workshops, Performances sowie die Förderung für den poetischen Nachwuchs – die Liste ist lang. Das Jahr 2020 hat für uns alle einen besonderen Kontext geschaffen, in dem zwar viele Pläne verworfen werden mussten, aber auch viel Neues und Unerwartetes entstehen konnte. Solche neuen und aufregenden Antworten auf den herrschenden Ausnahmezustand präsentiert auch das poesiefestival mit viel Kreativität, Erfindungsreichtum und Fingerspitzengefühl. Man darf sich schon jetzt auf die Umsetzung freuen.

Call For Papers: Gehen

GEHEN, das heißt auch: flanieren, spazieren, sich treiben lassen, Umwege nehmen. Im Gehen zeigt sich die Kartographie unseres raumbezogenen Möglichkeitssinns. Als eine von den Umständen bedingte Praxis wird es im Gehen aber auch immer dort reizvoll, ja, gefährlich, wo den Gehenden Grenzen gesetzt werden: Wo Werbung, Straßenschilder, Mauern und Zäune unsere Gehgeschwindigkeiten bestimmen. Wo inmitten der Architektur unsere Emotionen geformt werden. Und wo zwischen den Rastern der Norm – von der Bordsteinkante bis zur Skyline – die Stadt aufscheint.

So lebensnotwendig wie unmöglich das Überschreiten solcher Barrieren manchmal ist, kann es oft nur auf Papier und Screens bewältigt werden. Hier wird die Imagination tum Protest: Wie sieht eure Kartographie der täglichen Gehmöglichkeiten aus? Wohin zieht es euch, wenn ihr flaniert, wenn ihr flext, wenn ihr die Routen des Alltags durch die Abweichung brecht? Wo ist der Ausgang, wo zeigt sich Widerstand? Wir wollen von euch lesen, wie ihr eure Umgebung sondiert, was ihr seht und nicht seht wenn ihr geht – und wie sich euer inneres Navigationsgerät als Kompass zum körpereigenen Word-Prozessor verhält.

Schickt uns, in literarisch, lyrisch oder essayistischer Form, eure Texte bis zum 1. Mai an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Call For Papers: Horror

Grauen, das: der Alltag, die Grenze, das Bekannte, das Unverständliche, die Kernfamilie, die Kindheit, die Arbeit, der Weg nach Hause, das Verdrängte, das Begehrte, das Heimelige, die Eltern, die Freunde, die Kollegen. Angst, die: Sag mir, wovor du Angst hast, und ich sage dir, wer du bist. Sag mir, wovor du Angst hast, und ich sage dir, wo du stehst. Sag mir einfach, wovor du Angst hast.

Die nächste Ausgabe der metamorphosen widmet sich dem Horror: dem sublimen und dem drastischen Grauen, dem Genre-Grauen und dem experimentellen, dem gesellschaftlichen und individuellen Schrecken.

Wir fragen uns: Wer sind die lebenden Toten, heute, am Beginn des neuen Jahrtausends? Wer versteckt sich unter eurem Bett? Taugen Zombies überhaupt noch als Schreckensbringer und wenn nein, welche Alpträume, Angstträume und vor allem: welche Gruselgeschichten treiben uns heute um und aus dem Bett? Was muss ein Text eigentlich haben, um so richtig grausig zu sein, im dauerwachen Jahr 2020? Und gibt es eigentlich noch irgendwo Menschen, die nicht heimgesucht werden?

Schickt uns Horror und Ängste, in literarischer oder essayistischer Form, bis zum 01. Januar 2020 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Call For Papers: Utopien

Utopia – bei Thomas More war das noch eine ferne Insel. Ein Mann behauptet, diesen Ort ausgiebig bereist zu haben. Übersetzt man jedoch seinen griechischen Namen, Raphael Hythlodeus, dann weiß man, dass er entweder der größte Feind des Schwätzens ist – oder aber der größte aller Schwätzer. Doch schon bald waren sich andere Schreibende sicher, dass dieser beste Ort nicht auf dieser Welt zu finden ist, sondern höchstens in einer ihrer möglichen Zukünfte.

Wo liegt unser Utopia heute? Finden wir es nach dem systempolitischen Grauen des 20. Jahrhunderts nur noch im Partikularen und Privaten, eingerahmt von einem Kapitalismus, der keine großen Utopien braucht, ja, sich ihrer Überwindung gar rühmt? Wären Utopien heute also wichtiger denn je, gerade weil sie systemisch einen so schweren Stand haben und historisch so diskreditiert sind? Wenn ja, braucht es ein Update. Wie verhindern wir, dass die alten, totalitären Fehler wiederholt werden? Wie stellen wir sicher, dass es ums große Ganze, um eine gemeinschaftliche Vision geht? Denn ohne diese ist der Kampf um neue Utopien doch schon verloren – oder? Oder stecken sie etwa doch im kapitalistischen Hier und Jetzt, und die Linke ist ganz einfach blind geworden für sie? Die Literatur jedenfalls hat sich dabei schon viel zu lang herausgehalten und auf dem warnenden Exempel der totalitären Dystopie ausgeruht – oder ist das ein ungerechtes Urteil?

Was erzählen die neuen Utopien? Wie sieht das Leben in ihnen aus? Wer findet und bereist sie für uns? Wie viel Geschwätz, wie viel Ernst muss in ihnen stecken? Und nicht zuletzt: Welche Formen finden sie, um in einer veränderten Welt neue Wirksamkeit zu entfalten?

Schickt uns eure Berichte und kritischen oder utopischen Gedanken – in literarischer oder essayistischer Form – bis zum 15. August 2019 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Wir Kanaillen

César Rendueles Kanaillen Kapitalismus. Eine literarische Reise durch die soziale Marktwirtschaft

Eine Rezension von Oliver Heidkamp

Seit seiner Jugend führte Ludwig XVI. Tagebuch. Neben der minutiösen Auflistung all der Tiere, die er während der von ihm hoch geschätzten Jagd erlegte sowie seiner vielen Audienzen und Krankheiten (darunter Verdauungsstörungen, Erkältungen und Hämorrhoiden), fand er dabei jedoch kaum Interesse für andere Dinge. An Tagen etwa, an denen er weder jagte noch krank war oder Audienzen gestattete, steht im Tagebuch lediglich der Vermerk »nichts«. So geschah laut Ludwig XVI. zum Beispiel auch an den wichtigen Tagen der Französischen Revolution: »Nichts.«
Geht es nach dem spanischen Soziologen César Rendueles, dann dürfte uns Ludwigs Desinteresse für gesellschaftliche Entwicklungen jedoch kaum Anlass für Empörung geben. Denn: »Wir alle sind wie Ludwig XVI. geworden«, meint Rendueles, «kurzsichtig und, was noch schlimmer ist, skeptisch hinsichtlich der für möglich gehaltenen gesellschaftlichen Transformationsprozesse.« In seinem aktuellsten Buch prangert Rendueles mit diesem Vergleich unsere beschränkte Fähigkeit zur Veränderung der Wirklichkeit an. Mit Kanaillen–Kapitalismus. Eine literarische Reise durch die Geschichte der sozialen Marktwirtschaft hat der Soziologe eine subjektive Literaturgeschichte des Kapitalismus geschrieben. Darin vermitteln möchte er auch eine Haltung, die eine mögliche Veränderung der kapitalistischen Gegenwart ermöglichen soll. Gelingt ihm das?
Kasinokapitalismus, Zeitarbeitsfirmen und transnationale Unternehmen seien für die kapitalistische Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, so Rendueles. Daher will er uns Alternativen aufzeigen. Das geschieht im Buch nicht nur anhand von politischen, sozialen oder ökonomischen Beispielen, sondern auch durch ein Verfahren, mit dem Rendueles versucht, anhand von »Fragmenten der Fiktion die Spuren realer Prozesse zu rekonstruieren, die sich im LSD-Rausch des zeitgenössischen Kapitalismus verflüchtigt haben.« Er benutzt dabei literarische Werke einerseits, um eine skizzenhafte Betrachtung der Geschichte des Kapitalismus aufzuwerfen. Andererseits möchte er anhand der Literatur aber auch die fiktiven Kapazitäten der Leser anregen.
In sieben Kapiteln stellt Rendueles unterschiedliche Formen und historische Entwicklungen des Kapitalismus dar. Die Marktherrschaft und die Handelskonkurrenz der Gegenwart kontrastiert er beispielsweise mit Gesellschaften der Vergangenheit. Auffällig an diesen Gesellschaften ist, dass der Markt weniger unkontrolliert agieren konnte – etwa, weil Prahlerei verhöhnt wurde oder bestimmte Kulturen diejenigen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen oder sogar umgebracht haben, die sich über andere erhoben. »Der Gedanke, dass der Wettbewerb eine starke selbstzerstörerische Komponente besitzt und deshalb eingeschränkt werden muss, war ein grundlegender Bestandteil traditioneller gesellschaftlicher Ordnungen.«
Weit entfernt von neoliberalem Geist unserer Zeit, der die Märkte dereguliert und vormals staatliche Institutionen privatisiert, gab es strikte Regelwerke von festen Preisen oder institutionelle Aufträge, die keine Marktkonkurrenz zuließen. Wann änderte sich dies?
Die Anfänge der Marktgesellschaft und damit die Verbreitung der Geschäftsutopie beginnen im Europa des 10. Jahrhunderts. Aufgrund eines rapiden Bevölkerungswachstums fanden viele Menschen keine Arbeit in den Agrargesellschaften und streiften durch die Gegend, auf der Suche nach Almosen, nach Heeresdienst in Kriegszeiten oder nach Gelegenheiten für Raub und Plünderungen. Die »Kanaillen« waren Händler, die aus Schurken, Gaunern und Überlebenskünstlern bestanden.
Wie der Geist dieser »Kanaillen« schließlich in eine seltsame Symbiose mit dem Bürgertum tritt, bespricht Rendueles ausführlicher anhand des Bildungsromans Robinson Crusoe. Rendueles zeigt an Crusoe, wie die »Domestizierung der Gesellschaft durch den Markt im 18. Jahrhundert« stattfindet. Anstatt ein arbeitsames Leben als Geschäftsmann zu führen, bricht Crusoe aus, um Abenteuer zu erleben – und gründet in der Ferne eine Lebensform, die sich aus protestantischer Ethik und kapitalistischem Geist zusammensetzt. »Lass uns Ultima Thule suchen gehen, vermittelt uns Robinson, eine neue Welt aus Gurkensandwich, Teegebäck und Beistelltischchen erwartet uns da draußen.«
Daneben werden im Buch auch vielseitige Alternativen zu einer marktkonformen Lebensweise aufgezeigt. Zum Beispiel die Idee eines solidarischen Miteinanders, das nicht geprägt ist von einem Nutzenverhältnis. Wo, fragt Rendueles, finden sich solche sozialen Beziehungen, wenn der Managerkampfgeist dominiert und auf die Anerkennung von Leistungen in allen sozialen Sphären pocht, von den Arbeits- bis zu den Liebesbeziehungen? Fündig wird Rendueles bei Doris Lessing. Ihr Buch Das Tagebuch der Jane Somers führt ein in das Leben der Karrieristin Jane, deren extravagantes und arbeitsames Leben durch die Bekanntschaft mit der pflegebedürftigen, einsamen Maudie eine entscheidende Wendung einnimmt. Ohne es zu müssen oder es sich selbst erklären zu können, übernimmt Jane die Pflege für die undankbare, mürrische Maudie. Für Rendueles ist das kein altruistisches Erweckungserlebnis, das eventuell von dem Gewinn gesellschaftlichen Ansehens motiviert wird. Vielmehr geht es bei Lessing um die »Entdeckung einer Verpflichtung,« die nicht auf einer unabhängigen Entscheidung beruht: »Es ist eine in der sozialen Ödnis unserer Gegenwart unverständliche Beziehung.«
Rendueles verfolgt in seiner literarischen Reise durch die Geschichte der sozialen Marktwirtschaft viele Zwecke: so möchte er nicht nur die Entstehung des Arbeitsmarktes untersuchen und die Struktur politischer Konflikte, sondern auch den Ursprüngen der kapitalistischen Arbeitsorganisationen nachgehen, die eng mit Kolonialismus und Sklaverei verwoben sind und den Krisen und Legitimationsverlusten von Institutionen im 20. Jahrhundert näher auf den Grund gehen. In der Ausführung gelingt ihm all das dann aber auf eine eher sprunghafte, teilweise assoziative Weise, wobei manchmal der Überblick verloren geht zwischen Referenzen, die von der Pop- bis zur Hochkultur reichen. Und auch seine Literaturauswahl ist subjektiv. Weder lässt sich ein Weltliteraturkanon umreißen, noch sind die Betrachtungen aus literaturwissenschaftlicher Sicht solide. Darin liegt jedoch weniger ein Manko.
In der Besprechung von hauptsächlich männlichen Autoren kann ihm zudem der Vorwurf der weiblichen Unterrepräsentation gemacht werden. Neben dutzenden Autoren bespricht Rendueles nur zwei Werke von Autorinnen, und zwar Mary Shelley’s Frankenstein und Doris Lessings Roman. So wird eine patriarchalische Gesellschaftsstruktur nur gefestigt.
Der Reiz an Rendueles schmalem Buch liegt jedoch darin, dass er nicht versucht, oft begangene Wege abzuschreiten. Seine unkonventionelle Arbeitsweise erlaubt es ihm, formal zu experimentieren. Aus einer literarischen Recherche wird so ein mit persönlichen, urkomischen Anekdoten des Autors angereicherter Essay, die den bissig–sarkastischen, erkenntnisreichen Text, der sich – und durch den sich der Leser – antikapitalistisch positioniert, zu einer mehr als kurzweiligen Lektüre machen.

Two lovers

von Lisa Krusche

»Opal Blue«, sage ich. Luca sitzt mitten auf dem ausgerollten Leinen, im Schneidersitz, ihre Fußsohlen fast schwarz, sie fährt mit ihrer Zunge über den Klebestreifen, zieht den linken Nasenflügel hoch, linker Mundwinkel Richtung Ohr, kneift das Auge zusammen, Reduktionsgrinsen, und klebt das Paper zu.
»Blau ist gut«, sagt Luca. Sonnenlicht tanzt auf dem farbfleckigen Atelierboden.
»Hab für jeden einen.« Luca reicht mir den Joint und zieht einen anderen hinter ihrem Ohr und unter ihren Locken hervor.
»Auf kein Kind.«
»Auf die Freiheit«, sage ich.
»Auf die Kunst.«
»Auf uns und alles, was wir wollen«, sage ich. Wir stoßen mit den Joints an, heute wird gefeiert, heute ist Jubiläum.

Ich saß in unserer kleinen WG-Küche, trommelte mit den Fingern auf den Tisch, starrte in die Kaffeetasse und klammerte mich so lange es ging an den Gedanken, der Kaffee sei mir fremd geworden und nicht ich. Auf dem Tisch Geschirrstapel, eine Fliege krabbelte über die Essensreste. An meinem Hals eine hitzige Röte. Das Pochen des Herzens und irgendwann, unüberhörbar, das Unterbewusstsein: FUCK.

»Hartmut wäre stolz auf uns«, sagt Luca und deutet auf die Leinwand. Drei Mal fünf Meter. Mach größer! Das ist das Mantra unseres Profs, als läge die Größe nur in der Größe. Er will uns bewahren in die Falle der »femininen« Miniatur zu tappen. Da steuert die Tradition, der unterbewusste Diskurs die Aussagen. Wie dem endlich entkommen? Luca streift den Pinsel an ihrem Oberschenkel ab und guckt, die rechte Fußsohle ans linke Knie gedrückt einbeinig stehend, auf die eben gemalten Linien und schüttelt den Kopf.
»Fast lustig eigentlich, dass die Ärztin ausgerechnet heute verklagt wurde.«
»Ja«, sage ich, »fast.«

»Was brauchst du in der Stadt?«, fragte Luca. Sie mir gegenüber in der S-Bahn, Beine ausgestreckt und zwischen meinen eingeklemmt, ihr Kopf an der Scheibe, zu früh für alles, obwohl es schon fast Mittag war. 
»Ich hab Schiss, ich kauf mir ’nen Test, zur Sicherheit.«
»Standardparanoia oder spezieller Grund?«
»Der Kaffee schmeckt mir nicht mehr.«
»Oha.« Die schmalen Brauen unter dem Pony, die sich zusammenzogen. »Schreib mir sofort.«
»Mache ich«, sagte ich.

In unserem tageslichtlosen Badezimmer, noch halb in der Hocke, die Hose um die Knöchel, sah ich der Pisse zu, wie sie sich langsam durch dieses kleine schicksalsentscheidende Feld zog. Kontrollstreifen: check. Du steckst richtig tief in der Scheiße: check. Der nächste Test wiederholte nur hämisch die gleiche Parole. Seit du das erste Mal gevögelt und das erste Mal Angst gehabt hast, weißt du: jetzt drei Anrufe tätigen. Frauenarzt, Pro Familia und Luca. Ergebnis bestätigen, alle weiteren Schritte absprechen, Pflichtberatungsgespräch abhaken, Partnerin in Crime ins Boot holen.
»Und?« Lucas Stimme und sofort wieder Ruhepuls.
»Worst case.«
»Okay. Ich komme sofort nach Hause. Ruhe bewahren. Wir machen einfach genau das, was du willst.«

»Eigentlich ist es gar nicht lustig«, sage ich.
»Ich weiß«, sagt Luca.
»Alles geht rückwärts und so eine Welt will ich nicht«, sage ich.
»Ja«, sagt Luca. Sie wischt mir mit ihrem Ärmel den Rotz unter der Nase weg, ich greife nach ihrer Hand und lege meinen Kopf auf ihre Schulter.

Heute wurde die Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, weil es auf ihrer Webseite die Möglichkeit gibt, Informationen über Schwangerschaftsabbrüche einzuholen.
Abtreibungsgegner hatten die Ärztin in Berufung auf Paragraph 219a angeklagt. Ein winziger Teil in der Chronik meiner Veräußerung, der Wertlosigkeit meines Willens. Mein Ich ist nie ganz meins. Subjekt nur als Fragment, Freiheit nie.

»Was will man ausrichten gegen die Regentschaft institutioneller Wahnvorstellungen?«, frage ich.
»Kunst«, sagt Luca. Ich schnaube. Sie zieht die Augenbrauen zusammen. »Hast du mehr zu bieten?«
»Ist doch krass«, sage ich, »es ist nicht die Intensität der Erfahrung von Abtreibung an sich, sondern die Intensität des gesellschaftlichen Diskurses über Abtreibung, die einen anspornt, darüber zu arbeiten.«
»Willkommen«, sagt Luca, »im Herzen dieser verlorenen Zeit.«

Zwischen Beratungs- und Abtreibungstermin lagen zwei Wochen. Zeit, die du warten musstest. Zeit, in der dein Körper dir fremd war und dein Geist in dieser Fremdheit verloren ging. Wie du irgendwann vor die Tür und in den Supermarkt gingst und zurückschrecktest, weil alles so grell und dumpf zugleich war. Eine Erinnerung an ein Früher, das eigentlich eben gerade erst gewesen ist. Da standest du vor den Waschmitteln und versuchtest dich selbst aufzurufen. Aber da warst du nicht, du warst anderswo, abgedrängt, vielleicht auch zurückgewichen. Verblasst im Schweigen. Du sprachst kaum, du sprachst nicht. Dinge, über die man nicht redet. Weil immer noch diese repressiven Narrative regieren; auch dich. Restriktion der Scham. Dein Schweigen: die Folie auf der sich der hässliche Diskurs weiterschreiben kann? Wie du zu keiner Sekunde, die du vor den Waschmitteln standest, über all das nachdachtest. Wie du bloß die Waschmittel anstarrtest, als sähest du so etwas zum ersten Mal, und versuchtest Teil dieser Supermarktrealität zu sein. In einem Leben, das sehr plötzlich deinem eigenen sehr fern war (und doch! deins war).

Wir tauchen unsere Pinsel in Malaga.
»Die meisten, denen ich davon erzähle, dass ich über das Thema arbeiten will, und zwar unter der Prämisse, dass es einfach die richtige Entscheidung war, schnauben, als sei es das Naivste, was sie je gehört haben und berichtigen mich, dass es in einer solchen Situation zwangsläufig ein Hin und Her zwischen den Möglichkeiten geben müsse. Als müsse es immer den Schmerz geben, als sei das Trauma unausweichlich.«
»Ich find’s gut. Aber mach es nicht so Tracey Emin-mäßig.«
»In echt liebst du die doch.«
»In echt liebe ich nur mich.«
»Denkst du, die Vorstellung einer Frau, die ohne zu zögern die Mutterschaft ablehnt, ist in den Köpfen der meisten auch heute noch eine Unmöglichkeit?«
»Auf jeden. Und ich glaube, Lars von Trier hatte total recht und wir müssen alle abballern, die uns unser Streben nach mehr als dem Sonnenaufgang verbieten wollen.« Sie grinst, steckt die Hand in die Jackentasche, zieht sie wieder raus, zur Pistole geformt, streckt den Arm in die Luft. »Peng, peng. Möge die Knarre nachholen, was eure Mütter damals versäumt haben. It’s a gift to the world to not have babies. Ya know.« Sie lässt den Arm und dann sich auf den Boden sinken.

Die Frauenärztin drehte den Bildschirm von dir weg, bevor sie mit der Untersuchung anfing.
»Zeigen Sie mal«, sagtest du.
»Das halte ich für keine gute Idee«, sagte die Ärztin.
»Ich schon«, sagtest du. Sie drehte den Bildschirm zu dir.
»Ceci n’est pas un bébé«, sagtest du und lachtest ein bisschen. Die Ärztin drehte den Bildschirm wieder weg.
»Der Verrat der Bilder«, sagtest du in dem von vornherein zum Scheitern verurteilten Versuch, den Witz durch Erklärungen zünden zu lassen. Ab wann darf man nicht mehr lachen?
»Sechste Woche«, sagte sie, nannte dir die Optionen und reichte dir eine Liste mit Nummern von Tageskliniken.
»Lassen Sie sich Zeit für die Entscheidung.«
»Ja«, sagtest du. An der Wand die vor Freude überlaufenden Grußkarten, frische Eltern mit ihren frischen Babys, viel Erschöpfung, viel Lächeln. Der Gedanke, heute ist echt nicht der erste Tag, an dem dir auffällt, dass es diese Option gibt, und es ist auch echt nicht der erste Tag, an dem du darüber nachdenkst, wie du damit umgehen willst, und es ist echt nicht der erste Tag, an dem du weißst, wenn du eine Grußkarte schreibst, dann allein mit deinem fett grinsenden Gesicht.

Das erste und einzige Mal, das du Nationalstolz empfandst: als du das Antragsformular für die Kostenübernahme bei der Krankenkasse ausfülltest. Weil du dich nicht verschulden, weil du nicht in ein anderes Land fahren und unter lebensgefährdenden Maßnahmen einen Eingriff durchführen lassen musstest. Wie seltsam eigentlich sich darüber zu freuen, wie seltsam darauf stolz zu sein, wie seltsam, das nicht als selbstverständlich zu empfinden.

Luca hat Bier und eine bunte Tüte am Sternchenkiosk gekauft. Sie beißt in einen grünen Smiley und zieht daran, bis ein Stück abrupt abreißt und ihre Hand so viel Schwung hat, dass sie ein Glas Wasser mit Farbe umschubst. Es zerbricht, die Flüssigkeit verteilt sich auf dem Bild.
»So ein Abfuck.«
»Ist doch gut«, sage ich, »sieht cool aus.«
»Nee, das mein ich gar nicht. Dass man immer noch diese Kämpfe kämpfen muss. Die Idioten da draußen. Dass wir fürs Vögeln immer mehr opfern müssen als jeder Kerl.«

»Sie sollten sich auch Gedanken über Verhütung machen, für die Zeit nach dem Eingriff«, sagte die Frau, die dir an dem Holztisch gegenübersaß. Lachapelle, Early Fall, dachtest du. Sie, mit ihren kurzen roten Haaren und dem Rattenschwänzchen im Nacken, und der Raum, mit den verblichenen Postern an den Wänden, die Ecken traurig herabhängend, Machs Mit, Kenn dein Limit, erinnerten dich daran.
»Das habe ich. Es bleibt ein Dilemma.« Lächeln auf einmal, sie richtete sich auf, Verschwesterung plötzlich, ja leicht sei das alles nicht und gut auch nicht, Pest und Cholera, und ihr nicktet einander zu und dann drückte sie dir den Beratungsschein in die Hand, der bestätigte, dass du hier gewesen warst, dass du dir Gedanken gemacht hattest, dass du jetzt mündig genug warst, um diese Entscheidung zu treffen, die du schon längst getroffen hattest. Draußen regnete es, du setztest deine Kapuze nicht auf, die Tropfen eisig, sofort leichtes Zittern, Wasser lief durch ein Loch in deinem linken Sneaker, du bliebst mit Absicht so lange in der Pfütze stehen, bis beide Füße ganz nass waren. Alles oder nichts ist eine Sache des Glaubens, auch dieser Satz selbst. Ich schwanke ständig. Aber es gibt die Kunst, und das ist alles was ich weiß.

»Ey Pollock«, sagt Luca, ich drehe mich zu ihr, sie drückt mir mit dem Pinsel einen Punkt auf die Wange.
»Manchmal mag ich dich wirklich gar nicht.«
»Du liebst mich egal was«, sagt Luca und schmatzt auf die gleiche Stelle einen bierfeuchten Kuss.

Dir wurde schlecht von den Worten, dir wurde schlecht von den Bildern. Die Slogans, die grellen Farben, die vielen Schnitte. Du machtest die Augen zu, atmetest ein, aus, du würgtest, atmetest, ein, aus, du machtest die Augen auf. Du schaltetest den Fernseher aus. Du schaltetest ihn wieder ein, weil ohne nur Stille war und die Übelkeit dann noch lauter wurde. Sie legte sich über alles wie ein nasser Samtvorhang.
»Zieh das an«, sagte Luca und hielt dir ein extrem kurzes Kleid hin. Corsage, Tüllrock, Glitzer Glitzer.
»Warum?«
»Du musst mal raus.«
»Aber mir ist kotzig. Und alles stinkt. Du stinkst.«
»Hier«, sie warf dir eine Medikamentenpackung rüber.
»Zäpfchen. Damit du’s nicht ausbrichst. Rein da, Kleid an und dann raus. Wir gehen tanzen.«
Ihr wart noch keine hundert Meter weit gekommen, da übergabst du dich das erste Mal auf den Boden. Freiluftkotzen ist der Anarchismus der Schwangeren, dachtest du nicht. Nasser Samt auch im Kopf und auf dem Boden Zwiebackstückchen. Du nicktest dem älteren Ehepaar freundlich zu, das einen Bogen um die Lache machte. Ihre ausgekämmte Dauerwelle hüpfte beim Kopfschütteln sanft auf und ab. Du gingst weiter, komisch gekrümmt, Luca neben dir, die Hand auf deiner Schulter.
»Wir, wenn wir alt sind«, sagtest du und deutetest auf euer Spiegelbild im Fenster von Stern Kebab.
»Ich habe mich gut gehalten«, sagte Luca, »du eher nicht so.«
Heute hat Luca das Glitzerkleid an, es kommt Tomboy und sie dreht den Sound auf und schleudert ihre Arme in die Luft und ich trinke Sekt und rauche und reiche ihr die Flasche rüber und wir lachen und tanzen.
»Ich liebe dich, du Fotze«, schreit Luca gegen den Bass an. Auf ihren Lippen lila Farbspuren.
»Ich liebe dich auch«, schreie ich zurück.

Auf der Packliste der Tagesklinik stand: Ein langes T-Shirt (oder Nachthemd), dicke Socken, Binden (wegen der Nachblutungen), eine Unterhose. Die zogen sie einem an und sie klebten auch die Binde ein, der Gedanke haut mich immer noch fast vom Hocker. Wahre und bis dato unerreichte Intimität. Es war der schönste medizinische Ort an dem du jemals warst. Man stellt sich das alles immer so grausig vor. Ein runtergerocktes Hinterhaus, von Aktivisten umlagert, alles vom Geruch der Angst durchtränkt und in den Fluren hört man leise das Seufzen toter Babyseelen. Du hörtest sie nicht. Vielleicht waren die Decken in dem Altbau einfach zu hoch, oder die Seelen fielen durch die Ritzen des Dielenbodens in den Keller.

»Und was machen Sie so?«
Du mochtest den Anästhesisten sofort, wie er so Standardsmalltalk machte, während zwei OP-Schwestern deine zittrigen Beine in den Halterungen zurecht rückten. »Beste Aussichten, was?«, wolltest du sagen, aber es kam dir nicht über die Lippen. Du musstest plötzlich an Hansons Abortion denken, die Hand kurz über dem gewölbten Bauch, der leblose Körper unter dem Faltenwurf des Tuchs.
»Ich mache Kunst.«
»Davon können Sie leben?«
Und bevor du Nein sagen konntest, bevor du sagen konntest, dass es darum nicht ginge, dass es darum nie ginge, kribbelte es und du warst weg.

Kaum wieder bei mir, der Griff nach dem Handy, Luca anrufen. Luca die mich hergebracht hatte und draußen im Flur auf mich wartete.
»Ich hab’s geschafft. Ich lebe.«
»Your soul is free.«
»Bist du draußen?«
»Bin draußen.«
»Ich penn jetzt noch eine Runde. Ich liebe dich du Fotze.«
»Selber Fotze.«
»Sag es.«
»Was?«
»Sag es. Los. Ich bin high und blute. Ich hab’s verdient.«
»Ich liebe dich auch.«

Aus: metamorphosen #23

Call For Papers: Science-Fiction/Slipstream

Sternschnuppen auf Knopfdruck? Ein Start-up aus Japan will, dass aus dieser Vorstellung bald Realität wird – unsere Realität.

Über zwei Jahre ist es her, seit wir uns in den metamorphosen mit den weit entfernten Galaxien und künstlichen Welten der Science-Fiction beschäftigt haben. Jetzt ist es Zeit für Teil zwei, denn was uns beim Lesen der Texte immer wieder wie Sternschnuppen von den Augen fiel: Science-Fiction als wahrnehmungsverunsichernder und -verunsicherter Modus hält auch in solche Texte Einzug, die mit dem Genre eigentlich nichts zu tun haben. Technizistische Verfremdung, kontrafaktische Weltbehauptung oder fröhliche Untergangsphantasie – you name it. Und obwohl sich uns im Real Life kaum noch Zukunft bietet: Wir kommen nicht los von der Zukunft und die Zukunft wird strange sein.

Das wirft eine Menge Fragen auf: Was passiert da gerade mit Virtualität und Realität? Warum muss immer die Welt untergehen? Welche Literatur nimmt uns an die Hand und führt uns durch das Uncanny Valley? Die Slipstream-Literatur zum Beispiel? Wo bleiben das Grobpixelige und der Glitch in der glatten Simulation? Wo brechen wir aus unserem Programm aus – und wo die Protagonisten, von denen wir lesen?

Schickt eure Texte (10 Seiten max.) bis zum 1. April 2019 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Call For Papers: Queer(ness)

Herstory! Yourstory! Themstory! Während sich Romeo-und-Julia-Konstellationen durch die kanonisierte Literaturgeschichte ziehen, wurde heteronormativitätskritische Literatur lange Zeit ins Subversive gepusht. Damit haben sich nicht nur literarische Konventionen festgeschrieben, sondern wurden zugleich bestimmte soziale wie politische Narrative marginalisiert sowie unsichtbar gemacht. Wenn aber nur Teile der Lebenswirklichkeit historisiert werden, so müssen, gemäß Artaud, die Grenzen der Sprache eingerissen werden, um das echte, das wahre Leben zu befreien und Unsichtbares sichtbar zu machen.

In der kommenden Ausgabe möchten wir mit euch an solch einer queeren Sprache, einem queeren Kanon feilen und fragen: Was sind queere Narrative? In welchem Verhältnis stehen Sprache, Repräsentation und queere Körperlichkeit? Gibt es queere Tabuthemen? Ist queere Literatur zwangsläufig Aktionismus? Also queere Literatur als Littérature engagée? Wir möchten uns durch Farben und Formen queerer Literatur schlängeln, uns ins Begehren und Nicht-Begehren stürzen, Vielfältigkeit besiedeln und Singularitäten verknüpfen – queer, kritisch, und beautifully eccentric!

Schickt eure Essays, Lyrik, Prosa, Stücke, Artikel oder Rezensionsvorschläge (10 Seiten max.) zum Thema Queer(ness) bis 1. Dezember 2018 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Call For Papers: Verbrechen

Charles Manson, Ursula Haverbeck, Uli Hoeneß – Verbrecher ist, wer geltendes Gesetz missachtet: Die Redaktion der metamorphosen ist voller Verbrecher. Der Bundestag ist voller Verbrecher. Die Ringbahn ist voller Verbrecher. Verbrecher werden bestraft, geächtet, ausgeschlossen – manchmal zumindest. Denn: Wie unsere Vorstellung vom Verbrecher nur scheinbar klar ist, ist auch das Verbrechen selbst eher ungreifbar. Juristisch ist zwar eindeutig benannt, was Straftat ist und was Ordnungswidrigkeit – oder welches Vergehen überhaupt vor Gericht landet. Verbrechen aber meint mehr als das. Es stellt die gesellschaftlichen Grundsätze in Frage: Macht und Moral, Ordnung und Sittlichkeit.

Die »wirklichen« Verbrechen kennen wir aus der Kriminalfiktion und den Titelseiten der Yellow Press. Was aber ist mit den »unwirklichen«? Denen, die zu groß oder zu klein sind, um über sie zu berichten, oder jenen, die von den Richtigen begangen wurden? Welches Verbrechen ist es wert, zum Gegenstand literarischer, journalistischer, juristischer oder wissenschaftlicher Texte zu werden? Welches Vergehen wird erinnert, welches vergessen? All das sind Fragen, die wir in der neuen Ausgabe beantworten wollen. Sind wir am Ende des Tages alle Verbrecher – oder keiner? Und wer schreibt das eigentlich alles auf?

Schickt eure Essays, Lyrik, Prosa, Stücke, Artikel oder Rezensionsvorschläge (10 Seiten max.) zum Thema Verbrechen bis 1. August 2018 an redaktion@metamorphosen-magazin.de.

Neue Ausgabe: Journal

LIEBES TAGEBUCH: Unsere neue Ausgabe ist da und mit dem Journal von vorne bis hinten dem tagtäglichen Aufschreiben verschrieben. (Texte über) Journale gibt es von:

David Wagner, Joachim Bessing, Deniz Ohde, Marc Degens, Angela Lehner, Asmus Trautsch, Jenny Schäfer, René Kemp, Moritz Rauchhaus, Lisa Saint Aubin de Téran, Mario Osterland und anderen BerichterstatterInnen des Tages.

Bestellen: Wie immer auf unserer Website, über den Verbrecher Verlag und überall im Buchhandel!

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